Adelung einer Herzenssache – Bernhard Albrecht erhält die Staufermedaille

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Engen. Als sein Ruhestand vor 15 Jahren begannt ging die Arbeit erst richtig für Bernhard Albrecht. War er in den Jahren davor für den hozizontalen Autobahnbau zuständig, so begann damals der Bau der Autobahnkapelle bei Engen als vertikale Verbindung. Dafür gab es nun die Staufermedaille.

Für Bernhard Albrecht ist es ohnehin ein Jubeljahr, wie er sagte. Im März feierte er den 80. Geburtstag und ist damit 15 Jahre im Ruhestand. Vor wenigen Wochen wurde noch die Goldene Hochzeit mit seiner Frau Frauke vollzogen – und nun die Staufermedaille in Silber, die Landrat Zeno Danner im Auftrag des Ministerpräsidenten übergab. Und die galt seinem großen ehrenamtlichen Engagement für die Gesellschaft. Zum einen für seine 30 Jahre als Kirchenältester der Auferstehungsgemeinde in Engen, davon 24 Jahre als Vorsitzender, was für manche Weichenstellung nicht nur in baulicher Sicht, sondern auch in Bezug auf die Rolle der Kirche in der Gesellschaft. Danner würdigte in seiner Laudatio insbesondere Albrechts Engagement für die Umsetzung der Vision Autobahnkapelle. Das begann 1998 mit der Gründungs eines Fördervereins durch Initiatoren wie Pfarrer Gebhard Reichert aus Singen, die Familie Netzhammer oder auch den Engener Peter Pütz am Anfang. Da ging es nicht nur darum Geld für eine Idee zu sammeln, sondern auch einen Sammlungsort für ganz viele Ideen werden sollte. Gerhard Reichert fungierte als Vorsitzender des Fördervereins, Bernhard Albrecht war der Vize und ist es bis heute, freilich für den neuen Vorsitzenden Dekan Matthias Neckermann. In der Bauphase habe er sein Fachwissen einbringen können, sagte er nicht ohne Stolz, nachdem ihm durch den Laudator bescheinigt wurde, dass er vorbildhaft und mit hohem persönlichen Einsatz die Schaffung der Emmaus-Kapelle an der Autobahn-Raststätte Hegau West nicht nur unterstützte, sondern durch seine Schlüsselrolle mit ermöglicht habe. Engens Bürgermeister Johannes Moser sah darin auch mehr als Ehrenamt, nämlich eine Herzensangelegenheit, was bis heute anhält. Die die Medaille eine sinnbildliche Würdigung für Bernhard Albrecht ist, machte er in seine Dankesrede deutlich, denn diese Ehrung wurde tatsächlich im Geheimen vorbereitet. Über 50.000 Besucher im Jahr und inzwischen 32 vollgeschriebene Bände mit Fürbitten, sind für die andere Seite der Würdigung. »Was damals als Ziel gesetzt wurde, ist gut gelungen«, so die Bilanz der Feierstunde am letzten Mittwoch im Engener Ratssaal.

Zur Auszeichnung mit der Staufermedaille in Silber für Bernhard Albrecht (schreibend) gehörte der Eintrag ins Goldene Buch dazu. Mit im Bild (von Links) Bürgermeister Johannes Moser, Landrat Zeno Danner, der Vorsitzende des Fördervereins Emmaus-Kapelle, Dekan Matthias Zimmermann und dessen Vorgänger und Mitinitiator Pfarrer i. R. Gebhard Reichert. swb-Bild: of