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, 23.12.2000

Engen - Die Autobahnkapelle wird den Namen ,,Emmaus-Kapelle" tragen. In knapp zwei Jahren wurden über eine halbe Million Mark für die Kapelle gespendet. Die Erzdiözese Freiburg stellte 100 000 Mark und das Oberkirchenamt der evangelischen Kirche 50 000 Mark zur Verfügung. Die letzte große Spende, 50 000 Mark, kam jetzt von der Sparkassen-Finanzgruppe. Im Frühjahr soll der Spatenstich erfolgen.
VON SÜKURIER-MITARBEITER KONRAD H. TECKENTRUP
In der ,,Raststätte im Hegau" informierte der Vorstand des "Trägervereins Autobahnkapelle im Hegau" über den Planungsstand zur ökumenischen Autobahnkapelle, die den Namen ,,Emmaus-Kapelle" tragen wird. Bernhard Albrecht, zweiter Vorsitzender des Vereins, informierte über die baulichen Planungen. Der Konzessionsvertrag mit dem Landesamt für Straßenwesen sei abgeschlossen und jetzt wurde bei dieser Behörde der Antrag auf Baufreigabe gestellt. Die Stadt Engen und das Landratsamt hatten schon früher ihr Einverständnis mit den Planungen erteilt. Derzeit erfolge die Prüfung der Baustatik, ein Konzept für die Blitzableiteranlage werde erarbeitet und mit der Naturschutzbehörde seien die Gespräche zu den Außenanlagen zu führen. Das Blitzableiterkonzept und den Bau der Anlage spende das Unternehmen.
250 000 Mark fehlen
Peter Pütz berichtete über den Spendenstand. Die Kapelle wird nur aus Spenden finanziert. Über 500 000 Mark betragen die Spenden, Zuwendungen und Sachmittelzusagen für die Autobahnkapelle. Etwa 250 000 Mark werden noch benötigt, davon rund 150 000 Mark für die Innenausstattung und der Rest für die Außenanlagen und Maßnahmen, die durch das Genehmigungsverfahren entstanden. 260 Mitglieder in ganz Deutschland habe derzeit der Trägerverein. Die Mitgliedbeiträge von rund 8000 Mark seien eine wichtige Grundlage und später zur Finanzierung der laufenden Kosten notwendig.
Kirchen fördern
Pfarrer Gebhard Reichert, Vorsitzender des Trägervereins, gab bekannt, dass jetzt auch die beiden christlichen Kirchen den Bau der ,,Emmaus-Kapelle" finanziell fördern, nachdem dies anfangs abgelehnt wurde. Das Erzbistum Freiburg zahle 100 000 Mark und das Oberkirchenamt der evangelischen Kirche 50 000 Mark. Zum Sinneswandel hätte das ökumenische Engagement des Vereins und das hohe Spendenaufkommen aus der Bevölkerung beigetragen. Für Reichert ist die ,,Kapelle ein christliches Anliegen". Sie sei ein Zeichen für die Unterstützung aus der gesamten Bevölkerung. Er dankte dem Vorsitzenden der Sparkasse Engen, Joachim Twardon, für die Spende der Sparkassen-Finanzgruppe von 50 000 Mark für den Glockenturm. Zwei Glocken sollen dort einmal hängen und eine sei schon gestiftet. Der Spendenstand lasse den ersten Spatenstich im Frühjahr nächsten Jahres zu. Joachim Twardon überreichte an Pfarrer Reichert ein Bild des Glockenturms mit dem Spendenbetrag.
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Emmaus-Kapelle Der Name der Autobahnkapelle erinnert an die Begegnung Christi mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Emmaus nach der Auferstehung. Der Name wurde gewählt, da in der Kapelle die Menschen sich und Gott begegnen und auch Kraft tanken sollen. Spendenkonten: "Autobahnkapelle im Hegau". Volksbank Singen-Engen: 35351108, BLZ 692 90 000 oder Sparkasse Engen: 5350491, BLZ 692 514 45 |
Die Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe wollen mit dem Spendenbetrag von 50 000 Mark "dieses bedeutende regionale Kulturprojekt fördern, in der Hoffnung, dass sich weitere Sponsoren finden." Als weiteren Spendengrund führte Twardon an, dass damit auch das Bürgerengagement zur Schaffung einer ökumenischen Autobahnkapelle unterstützt werden soll. Auch wenn der Turm von den Sparkassen mitfinanziert werde, so Twardon auf eine spaßige Bemerkung, erhalte der Turm ein Kreuz und nicht das Sparkassensignet.
Sorge abgenommen
Eine Sorge nahm dem Vorstand des Trägervereins der Eigentümer der Raststätte, Rolf Riemensperger, ab. Er wird für die Betreuung der Kapelle sorgen, den Innenhof pflegen und die Säuberung der Außenanlagen übernehmen.
Übergabe des Spendendokuments für die Mitfinanzierung des
Kapellenturms.
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